Aktuelle Türkei: Massiver Gegenwind - Schlechte Signale für den Tourismus

Türkische Politik bekommt massiven Gegenwind zu spüren - Schlechte Signale für den Tourismus (openPR) - Weitaus deutlicher, als dies in der Europäischen Presse zu erkennen ist, lässt eine Analyse des türkischen staatlichen Pressedienstes die derzeitige Haltung der politischen und militärischen Kräfte in der Türkei erkennen.

Die politischen Entwicklungen im Nordirak, an deren Ende eine von den USA gestützte Autonome Kurden-Region stehen könnte, sehen die türkischen Militärs als massive Bedrohung türkischer Interessen. Regierung und Opposition schließen sich dieser Einschätzung an.

Also denkt man laut über militärische Aktionen in dieser Region nach und versucht von den Amerikanern Unterstützung oder - sofern sie diese nicht direkt gewähren wollen - zumindest eine Tolerierung der eigenen Aktionen zu erreichen.

Auch die Entwicklungen in Zypern laufen so gar nicht nach den Vorstellungen in der Türkei. Einzelne vorsichtige Schritte der Regierung von Nordzypern könnten als der Versuch gewertet werden, eine beschränkte Autonomie der Politik gegenüber türkischen Vorgaben zu praktizieren.

Dabei sind die Vorstellungen der nordzypriotischen Regierung weitaus pragmatischer, als die sich immer noch an historischen Dimensionen orientierende türkische Denkweise.

Erste Aktivitäten der nordzypriotischen Regierung machen deutlich, dass sie an Verhandlungen interessiert ist, die für die auf Nord-Zypern lebenden Bürger unmittelbar greifbare Ergebnisse bringen. Die türkische Politik orientiert sich dagegen immer noch an den Erinnerungen an das nicht mehr existierende osmanische Reich.

Aber die Signale, die von der aktuellen Politik und ihren Verlautbarungen nach Europa gelangen, bergen große Gefahren. Die Europäische Union möchte eine demokratische und „friedliche“ Türkei, die Meinungsverschiedenheiten nicht dadurch versucht, zu ihren Gunsten zu entscheiden, indem sie Drohgebärden einsetzt. Das teilweise Einfrieren der Verhandlungen im Dezember des letzten Jahres war ein klares Signal in diese Richtung.

Auch die überwiegende Zahl der Touristen achtet bei der Wahl ihres Ferienzieles darauf, dass man dort einen möglichst gefahrlosen Urlaub verbringen kann. Ein Land, das einem seiner Nachbarn militärische Aktionen androht, ist dafür wenig geeignet.
Bereits im vergangenen Jahr waren die Buchungszahlen deutlich rückläufig, was sich auch auf die wirtschaftliche Situation der in der Tourismusbranche tätigen Menschen massiv negativ ausgewirkt hat.

Da konnte man noch der Vogelgrippe, den Terroristen und der nicht wohlgesonnen europäischen Presse die Schuld in die Schuhe schieben. Diese Argumente werden in diesem Jahr nicht mehr zählen. Wenn sich das Image der Türkei jetzt weiter verschlechtert, tragen nicht in die Medien die Verantwortung, sondern die Politiker.

Der massive Gegenwind, den man derzeit in der Türkei verspüren kann, ist nicht ausschließlich fremdbestimmt, sondern resultiert zum großen Teil daraus, dass man in die falsche Richtung gehen will.

Mehrere Beiträge zu der schwierigen Lage, in der sich die Türkei derzeit sieht, enthält die am 3. Februar im Internet publizierte neue Ausgabe der Aktuellen Türkei Rundschau. Zu bestellen auf der Homepage der Zeitung

www.atr-zeitung.com

Pressekontakt:

Aktuelle Türkei Rundschau & Prima Leben - ATR
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
Telefon: +90-242-517 34 31
Mobil: +90-537 46 48 628 oder +90-537 46 86 236
Telefax: 0242 517 34 27
Email: atr@gmx.com

Für Telefon-Interviews stehen wir unter der obengenannten Rufnummer gerne zur Verfügung.

Aktuelle Türkei Rundschau & Prima Leben – ATR -
Hrsg.: Jürgen P. Fuß & Andrea Morawe

¥ Die Aktuelle Türkei Rundschau (ATR) - war die erste überregionale deutschsprachige Print-Wochenzeitung in der Türkei.

¥ Die ATR erscheint seit 2004. Im Mai 2006 wurde die vierzehntägig erscheinende Zeitung «Prima Leben» in die ATR integriert. Seither erscheint die Zeitung unter dem Titel «Aktuelle Türkei Rundschau – Prima Leben» - ATR-

¥ Leser der ATR sind Deutsch sprechende Europäer und Türken, die in der Türkei leben sowie Menschen und Institutionen, die aus der Türkei Nachrichten über die Türkei in deutscher Sprache suchen.

¥ Seit Januar 2007 erscheint die ATR ausschließlich als E-Zeitung und kann weltweit bestellt werden (Einzelhefte und im Abonnement).



Dieser Artikel wurde veröffentlicht auf
OpenPR - http://openpr.de/news/118485/Aktuelle-Tuerkei-Massiver-Gegenwind-Schlechte-Signale-fuer-den-Tourismus.html




Google